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Willkommen in meinem Leben...

Ab und an hat man echt gute Gedanken, die man einfach aufschreiben möchte,
manchmal hat man Probleme die man aufschreiben möchte, um sie besser beurteilen zu können,
es kommt vor das man sich allein fühlt mit allem...und
oft stellt man fest das man niemals allein ist.
Dienstag, 8. juli 2008 2 08 /07 /2008 12:55
Irgendwann kommt der Punkt an dem wir auf einmal sicher sind... vielleicht ein kurzer Augenblick, aber ich ergriff ihn, ich ging, kommentarlos, denn wenn ich auch total verwirrt war... eins war sicher:

Es war genug, es war zuviel, es war vorbei.

Hallo liebe Leser, das ist mein persönliches Trennungstagebuch...das Ende und der Neuanfang. Das Resignieren, Handeln und schließlich das Weitermachen, denn es geht immer weiter.

P.S. Das Tagebuch ist echt, die Namen sind geändert. Viel Spaß, und vielleicht entdeckt Ihr ja Ähnlichkeiten zu Eurem Leben.
von Dieda - veröffentlicht in: Die Trennung und was danach kommt
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Dienstag, 8. juli 2008 2 08 /07 /2008 16:13
World of Warcraft - welche wunderbare Online-Welt, so viele nette Menschen die ich ohne das Game nie kennengelernt hätte, bzw. kennenlernen werde. Und ist es nicht viel besser mit anderen zu reden während man Abenteuer besteht, anstelle vom stumpfen Sitzen vor dem TV? Zu diesem Thema werde ich mal einen gesonderten Artikel verfassen, das würde sonst zu weit führen. Ich möchte hier allerdings meine letzte Beziehung aufarbeiten, daher reicht das jetzt als Einleitung.

Februar 2008

Mein damaliger Gemütszustand....naja, sagen wir es mal so, ich war enttäuscht. Enttäuscht davon wie schwer Menschen es sich machen einander nahe zu kommen, wie kompliziert sie sich alles verbauen was eigentlich so einfach sein könnte...ich mein...Frau liebt Mann, Mann liebt Frau, beide respetkieren sich und sehen sich als Team, sie werden alt zusammen...so die Theorie.
In der Praxis sieht es leider doch ein wenig anders aus...Frau liebt Mann, Mann liebt Frau, Beide wollen nur das beste für sich, der Respekt geht verloren (wozu auch auf andere Rücksicht nehmen, propagiert die Werbung nicht "Ich nehm mir was ich will und wann ich es will? Keine Kompromisse? etc.") Ich war da keine Ausnahme, auch ich fiel darauf hinein und verfolgte eher meine eigenen Ziele, was ja auch gut ist, aber nicht wenn man andere damit verletzt.
Irgendwann fängt man dann doch mal an nachzudenken, und so kam ich zu der Ansicht das ich in einer Beziehung halt kein Einzelspieler sein kann. Das war so ungefähr die Kurzzusammenfassung meiner Gedanken, die ich beim allabendlichen Gerede im TS (Teamspeak - Software zum kommunizieren per PC) mit Piedro teilte.
Dachte ich noch kurz zuvor, ich bin die einzige in meinem Umfeld die so eingestellt war, wurde ich jetzt überrascht:
"Oh Mädel, Du machst es mir echt schwer, alles was Du sagst ist das was ich mir wünsche."
Ok, ich bin eine Frau, ich war mehr als nur interessiert ganz plötzlich..und wo in meinem Kopf eben noch Gedanken an ein friedlcihes Single-Leben waren, befanden sich plötzlich Bilder von einer glücklichen, Händchen haltenden Dieda, die endlich gefunden hatte was sie sucht. Natürlich tat ich nach außen betont cool, man möchte ja nicht gleich seine romantische Seite, seine naive Ich-glaube-an-Märchen-Seite zeigen. So etwas gibt man nicht zu, das ist nicht mehr zeitgemäß...und doch...wünschen tut man es sich, ein Happy-End à la "Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende".
Ich fasste spontan den Entschluss diesen Mann von mir zu überzeugen, aber natürlich so, dass er dachte er würde mich erobern. Und so legte ich mich ins Zeug, bis...
von Dieda - veröffentlicht in: Die Trennung und was danach kommt
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Dienstag, 8. juli 2008 2 08 /07 /2008 18:54
...
endlich war es soweit, er wollte kommen, den ganzen weg durch Deutschland, nur um mich zu sehen! Ich schwebte auf Wolke sieben. Ich war nervös wie ein Schulmädchen, ich hätte die ganze Welt umarmen können, ich hatte mein Kind zu ihrer Oma verfrachtet um sie erstmal aus dem Spiel zu lassen und ich... zweifelte...kommt er wirklich?.....

Er kam.

Es klingelte, ich öffnete die Tür, Piedro kam die Treppe hoch, lächelte und ich tat das was mir ein Bekannter von ihm kurz vorher noch online geraten hatte, ich zog ihn sofort durch die Tür. Nur um dann mit ihm im Flur zu stehen und kein Wort rauszubekommen...sehr peinliche Situation. (wie sich später herausstellte fand er das nicht so gut mir dem zur Tür reinziehen, denn die Türkante traf ihn kritisch ^^)
Wir entschieden das es ganz gut wäre erstmal einen Kaffee zu trinken...nunja was soll ich sagen, wir tranken den Kaffee kalt.

Als er am nächsten Morgen schon wieder fuhr, weil er noch Spätschicht hatte, war ich total aufgewühlt. Ist er derjenige welcher? Einmal kurz hellsichtig werden, das wäre jetzt was. Nunja, ich wurde nicht hellsichtig, also musste ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen und das sagte: "Oh man grummelt das hier, sind das jetzt Schmetterlinge oder Backsteine? Kann es sein das er meinen Hund nicht mag? Oder meine Katzen? Was hat er empfunden? Verdammt, lass es doch einfach mal laufen, vielleicht meldet er sich nie wieder."

Ich gebe zu, der Gedanke das er sich nicht mehr melden würde, hat mir schon ein wenig Angst gemacht und andererseits wäre es auch ein teures Vergnügen für ihn gewesen nur für etwas Sex schlappe 600km pro strecke zurückzulegen. Ich musste einfach abwarten, ob es mir gefiel oder nicht.

von Dieda - veröffentlicht in: Die Trennung und was danach kommt
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Donnerstag, 10. juli 2008 4 10 /07 /2008 20:19
...
eine Woche noch, eine ganze lange verdammte Woche noch bis er wiederkommt....ich hoffe er überlegt es sich nicht doch anders...hmm, er will Ostern bei mir verbringen. Uff, bei meinem Glück gibt das schon Ärger mit der zuküntigen Schwiegermama bevor ich sie überhaupt kennengelernt hab. Mir klingelt noch immer noch ein Satz in den Ohren, den die Mutter meines Fast-Mannes und Vater meines Kindes losgelassen hat: "Du nimmst mir meinen Sohn weg!"
Ja manche Sätze vergisst man nie, also Mama von Piedro, ich will niemanden den Sohn klauen, ich will ihn ja als Mann, und nicht als Dein Kind. Wäre zumindest sehr eigenartig wenn ich ihn wie einen Sohn behandeln würde, oder?

Oh man, ich mach mir schon wieder Gedanken über die Dinge die ich eh nicht wissen kann. Abwarten...immer Abwarten und Tee trinken....wer zum Teufel hat sich das eigentlich ausgedacht? "Abwarten und Tee trinken"...ich trink viel lieber Kaffee...jaaa, mit viel Milch und süüß. So muss er sein. Hmm...

Ok, Piedro will vier Tage bleiben...und er möchte meine Tochter kennenlernen...kann ich ihr das wirklich schon zumuten. Oder ihm? Oder mir? Na toll, ich fang schon wieder an zu grübeln. Genug! Er kommt wieder zu mir, mein süßer Schatz, der Mann auf den ich so lange gehofft hab, der Mensch der mich dazu bringt total durchzudrehen, normalerweise denk ich nach so kurzer Zeit noch nicht an Liebe. Und nun? Ich glaube ich liebe ihn schon. Dieser Schuft hat genau das gesagt was ich hören wollte, ja ich liebe ihn, auch wenn mich dafür alle als verrückt abstempeln.

....

Piedro kam tatsächlich und es war schöner als ich es mir hätte vorstellen können. Es war schon fast zu perfekt. Stop! Der Mensch neigt dazu sich selbst alles schlecht zu reden, das will ich nicht. Es ist perfekt und eins weiß ich genau:
Mit diesem Mann will ich alt werden! Ich wollte alles tun um ihn glücklich zu machen, er hatte es verdient. Ich konnte ihn noch immer zitternd in meinen Armen spüren, weinend und kaum fähig zu sprechen wisperte er:" Du gibst mir soviel!"
Ja ich wollte ihm alles geben. Und ich fing mit dem Haustürschlüssel an.....
von Dieda - veröffentlicht in: Die Trennung und was danach kommt
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Samstag, 12. juli 2008 6 12 /07 /2008 15:43
Mein Leben war perfekt, ich hatte beschlossen zu Piedro zu ziehen. Allerdings erst im Februar 2009, aus verschiedenen Gründen. Zum einen hat man dann noch Zeit sich besser kennenzulernen, und zum anderen wollte ich meine Tochter dann nicht mitten im Halbjahr die Schule wechseln lassen und vor ihrer Einschulung würde ich es nicht schaffen, das es ja auch einiges zu planen gibt und Kündigungsfristen eingehalten werden müssen. Ok, es ist ne Menge was da alles auf mich zukommen sollte, aber das wollte ich alles in Kauf nehmen, schließlich hatte ich ja den Mann meines Lebens gefunden und dafür ist man halt bereit einiges aufzugeben.

EInes Abends Mitte März, ich spielte fröhlich mit ein paar anderen Leuten World of Warcraft, sprach mich dann Daria an, ob ich denn zu Piedros Geburtstag kommen würde. Daria ist die Verlobte von Pablo, und die beiden sind so ziemlich die besten Freunde von Piedro, zumindest soweit ich das beurteilen konnte. Naja, zurück zu ihrer Frage...ich war GESCHOCKT! Nicht weil ich den Gedanken so schlimm fand am Geburtstag meines Liebsten bei ihm zu sein, nein, ich wusste NICHT wann er Geburtstag hat!! Gott sei Dank kann man jemanden nicht sehen mit dem man per VoIP spricht, denn ich wurde knallrot. Wie peinlich, ich wusste schon so viel über meinen Schatz, ich wollte zu ihm ziehen etc, aber eins der einfachsten Dinge, nämlich wann er Geburtstag hat, das wusste ich nicht. Als ich das peinlich berührt Daria erzählte, half sie mir dann aber laut lachend auf die Sprünge und wir taten das was Frauen am besten können....wir begannen still und heimlich zu planen:

DER PLAN:
Zuerst mussten wir dafür sorgen das Piedro dachte ich hätte an seinem Geburstag keine Zeit, damit er ja nicht auf die Idee kam, das er mich einladen könnte, oder noch schlimmer, das er zu mir fahren wollte. Man stelle sich mal vor, ich fahr den ganzen weiten Weg durch Deutschland, und er steht bei mir vor der Tür...ok, der Gedanke ist schon komisch. Nur wenn es wirklich so wäre würde ich wahrscheinlich nicht allzu laut lachen.
Nagut, schön das ich eine kleine Tochter hab, denn da steht ja oft was an, und so hatte ich zufällig an seinem Geburtstag etwas gaaaaanz wichtiges mit meiner Tochter vor.

Da Piedro im Schichtdienst arbeitet und ich keine Ahnung hatte wie ich seine Wohn ung finden sollte ohne PKW (öffentliche Verkehrsmittel sind dort rar gesäht), sprach ich mit Daria, Pablo und Sören (der große Bruder von Pablo und ebenfalls ein guter Freund Piedros) meine Ankunft und "Verfrachtung" ab.

Fertig lautete der Plan ungefähr so: Ich komme mit dem Zug in Heilbronn an, dort holt mich Sören ab und wir fahren zu ihm nach Hause. Dort stösst dann Pablo zu uns, und wir gönnen uns erstmal Kaffee und Kuchen. Falls sich hier jemand wudnert warum ich nicht gleich zu Piedro gebracht wurde, nunja, er hatte an diesem Tag Spätschicht. Weiter im Text, nach dem KAffee sollte ich dann mit Pablo mitfahren um Daria von der Arbeit abzuholen, von dort sollte es weiter zum Einkaufen gehen, denn die beiden hatten sich schlauerweise bei Piedro zum Essen eingeladen. Wenn die Zeit dann reif war, wollten wir alle zu Piedro fahren, wobei ich allerdings noch im Auto bleiben würde, denn: Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen sollten die beiden erstmal allein rein, wo ihnen dann einfällt das sie die Bratpfanne (nämlich mich ^^) im Auto vergessen haben.

DAS ERGEBNIS:
Jaaaaa, das war der Plan...in Wirklichkeit lief es dann, wie sollte es auch sonst anders sein, nicht ganz so ab. Am Vorabend des Ereignisses setzte sich auf einmal Piedro in den Kopf, das er es nicht zu Hause aushalten würde ohne mich, und er wollte zu mir fahren. Er wollte endlich mal einen Geburstag mit einer Freundin verbringen. Ich schwitzte Blut und Wasser während ich ihm auszureden versuchte zu mir zu fahren. Oh Gott, das wäre beinahe zu einer Krise ausgeartet, denn er dachte ich will ihn nicht sehen. Tja, er konnte ja auch nicht wissen das genau DAS mein Ziel war. Ich brauchte meine ganze Überredungskunst, und als die nicht ausreichte noch Darias und Pablos Unterstützung um ihn wenigstens dazu zu bringen erst mit den beiden zu essen, und dann loszufahren. Puuuh, beinah wäre alles aufgeflogen, weil er zwischenzeitlich dachte ich würde zu ihm fahren, erst als ich sagte: "Ich habe einfach kein Geld." gab er einigermaßen Ruhe.

Ich fuhr also los, und alles klappte reibungslos, bis zu dem, ich nenne es mal "Bratpfannen-Ereignis". Ich lag ganz versteckt auf der Rückbank von PAblo und Darias Wagen, damit man mich nicht aus dem Küchenfenster von Piedros Wohnung sehen konnte. Den ganzen Tag stand ich schon unter Hochspannung und so langsam lähmte mich die Müdigkeit als ich wartete...plötzlich ging die Fahrertür auf, Pablo stieg ein und fuhr los.
"Was ist passiert?"
"Wir haben wirklich etwas vergessen!! Das Hackfleisch für die Bolognese!"
Wir mussten erstmal beide herzhaft lachen und fuhren ins nächste Geschäft um die lustigerweise wahrgewordene Ausrede zu beenden. Allerdings wollte ich jetzt auch nicht so einfach mit in die Wohnung spazieren, mir kam nämlich der Gedanke das Piedro vermuten würde, Pablo würde mich vom Bahnhof abholen. Das sagte ich Pablo, und er stimmte mit mir überein, also doch nochmal die Bratpfannen-Taktik!
Und dieses Mal....klappte es!

Ich trug die Alibi-Bratpfanne hinter Pablo her in Piedros Wohnung. Er stand gerade bei geöffneter Tür im Badezimmer und begutachtete sich im Spiegel, hörte die Tür aufgehen, und im nächsten Moment dachte ich er fällt um. Wankend kam er auf mich zu und nahm mich in den Arm, ich war endlich angekommen!....
von Dieda - veröffentlicht in: Die Trennung und was danach kommt
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  • : Dieda
  • Noch mal von vorne bitte
  • : weiblich
  • : 1.05.1981

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